100 Jahre Weltfrauentag

GRÜNE JUGEND Bayreuth macht  unter dem Motto “Ich will nicht nur Kekse backen – ich will gleichen Lohn für gleiche Arbeit” auf die bestehende Lohnungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen aufmerksam.

Am Dienstag, den 8.3.2011 fand in der Maxstraße eine Aktion der GRÜNEN JUGEND Bayreuth anlässlich des 100. Weltfrauentages statt, die vor allem bei den Bayreutherinnen große Zustimmung hervorrief. Mit Kesken, Flyern und einem symbolischen “Chefin-Arbeitsplatz” wurden zahlreiche PassantInnen auf die leider immer noch herrschende Lohnungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht.

Der symbolische Chefinnensessel, auf dem jeder Passantin einmal platz nehmen durfte.
“Die Aktion war auf jeden Fall ein Erfolg.”, so Martin Struller (18), Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayreuth. “Die hausgemachten Biokeske waren natürlich beliebt, aber viele PassantInnen waren auch an den Fakten sehr interessiert und bestätigten die Statistiken mit Beobachtungen aus dem täglichen Leben.” Besonders an den Keksen war, dass im dem kreisrunden Keks etwa ein viertel fehlte,
dies sollte den Lohnunterschied von bundesweit 23% zwischen Männern und Frauen symbolisieren.
So sahen die Flyer der Aktion aus.
Auch nach 100 Jahren Weltfrauentag sind in Aufsichtsräten und Vorständen von Unternehmen nur mit 20% vertreten und besetzen nur 18% der Professuren (QELLE: Statistisches Bundesamt). “Viele PassantInnen wussten gar nicht, dass der Unterschied immer noch so drastisch ist. Ich denke wir konnten viele Menschen für das Thema öffnen und unsere Forderung nach einer Frauenquote von 50% in Aufsichtsräten und bei Professuren untermauern”, ergänzt Hannah Schlags (19) Sprecherin der Grünen Jugend.

Erstellt am Mittwoch, 9. März 2011
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Die neuen Themen für 2011

Bei ihrer 2. Mitgliederversammlung am 24.02.2011 hat die GRÜNE JUGEND Bayreuth die Themen beschlossen, die sie dieses Jahr verstärkt behandeln wird.
Die GRÜNE JUGEND hat sich dabei vor allem für Ökologie entschieden. Sie wird dabei ökologische Themen sowohl auf regionaler als auch auf Bundesebene betrachten. „Vor allem interessiert uns, wie grün die Landesgartenschau 2016 wirklich ist und außerdem die Gebäudesituation hier in Bayreuth. Aber auch mit dem Atomausstieg und erneuerbaren Energien werden wir uns beschäftigen.”, sagte Hannah Schlags, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayreuth.
Trotzdem wird auch Bildung dieses Jahr wieder ein Thema sein. „Allerdings werden wir uns weniger mit Bildungsinhalten beschäftigen, sondern uns verstärkt auf die Situation der SchülerInnen an den Schulen konzentrieren. Wir wollen das Leben an den Schulen angenehmer gestalten.”, ergänzte Martin Struller, Sprecher der GRÜNEN JUGEND.

Außerdem hat die GRÜNE JUGEND bei ihrer Mitgliederversammlung die Frauentagsaktion unter dem Motto „Wir wollen keine Kekse backen, wir wollen eine Führungsposition“ für den 100. Weltfrauentag am 8.3.2011 beschlossen. Die Aktion wird ab 12.00 vor dem Ponte Central in der Fußgängerzone stattfinden.

Erstellt am Sonntag, 27. Februar 2011
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Nordbayerische Kurier: Frauentag: “Wichtiger denn je”

BAYREUTH

Von Gunter Becker

Die Rosen hatten zwar keine Dornen. Umso tiefer stach der Text ins Gewissen, der an den Blumen angeheftet war. Anlässlich des Internationalen Frauentages verteilten gestern Mitglieder der Grünen Jugend Oberfranken in der Fußgängerzone Rosen an Passantinnen.

Von Gleichberechtigung könne in unserer Gesellschaft noch keine Rede sein, betonte Stephan Clemens im Gespräch mit dem KURIER am kleinen Stand in der Maxstraße. Nach fast 100 Jahren Internationaler Frauentag hätte sich noch nicht wesentlich viel geändert. Noch immer seien Frauen häuslicher Gewalt und sexueller Gewalt ausgesetzt. Noch immer würden Frauen diskriminiert, schlechter bezahlt und von Spitzenpositionen ausgeschlossen.
Mit ihrer Aktion wollten die jungen Grünen dazu aufrütteln, der “krassen Ungleichbehandlung von Frauen” ein Ende zu setzen. Man dürfe nicht wegschauen, wenn Frauen diskriminiert werden, müsse Zivilcourage zeigen und sich einmischen.
Die Frauenquote, die bei den Grünen noch immer praktiziert werde, sollte auch in anderen Bereichen Anwendung finden. Beispielsweise bei der Vergabe von Vorstandsposten. Dort sind Frauen dann noch in der Minderheit, wenn sie auch die gleichen Qualifikationen aufweisen könnten. Ganz deutlich werde dieser Missstand auch an den Universitäten, wo noch immer Männer bei der Vergabe von Professuren bevorzugt würden.
In der Arbeitswelt sei die Ungleichbehandlung mehr denn je Realität. Während Frauen in Europa im Durchschnitt 15 Prozent weniger verdienen würden als Männer in vergleichbaren Positionen, seien es in Deutschland sogar 26 Prozent. “Und die Schere geht immer weiter auseinander”, meinte Clemens.
All diese Nachteile würden jedoch nicht dazu führen, dass Frauen stärker auf ihre Rechte pochen. Er habe den Eindruck, dass viele Frauen immer mehr resignieren, so Clemens. Solange es die Ungleichbehandlung gebe, sei der Frauentag wichtiger denn je.

Quelle: Nordbayerische Kurier – 09.03.2007

Erstellt am Montag, 9. Juli 2007
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