GRÜNE und GRÜNE JUGEND zeigen Flagge beim Wahlkampf in Coburg

In den vier Samstagen vor der Wahl zeigten die Grünen in der Coburger Fussgängerzone Flagge: an den Info-Ständen wurde nicht nur mit Luftballons, Windrädern, Waldmeisterbrause und “Atomkraft – nein danke!”-Ansteckern für die grüne Sache geworben. Es gab auch ausführliche Schriften wie unseren Grünen Neuen Gesellschaftsvertrag oder das Faltblatt zur Bundestagswahl.

Wahlkampf, das bedeutet auch: da sein, wo viele Menschen sind. Über Langeweile konnte man sich denn auch nicht beklagen. Alle grüne Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer hatten genug zu tun, um die Info-Materialien an die Frau oder den Mann zu bringen, zu diskutieren und Stellung zu beziehen oder auch die Kinderwünsche nach Luftballons oder Windrädern zu erfüllen. Weiterlesen »

Erstellt am Samstag, 26. September 2009
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GJ Oberfranken unterstützt GJ-Sachsen-Tour in Plauen

Aus Bamberg, Lichtenfels und Bayreuth machten sich am 28.8. hoch motivierte Mitglieder der GJ Oberfranken auf den Weg nach Plauen, um die Landtagswahlkampf-Tour der GRÜNEN JUGEND in Sachsen zu unterstützen.

Die AktivistInnen der Tour waren bereits einige Wochen unterwegs um mit kreativen Aktionen gegen den Überwachungswahn zu demostrieren, eine bessere Bildung mit einer längeren gemeinsamen Schulzeit zu fordern und vor allem ein deutliches Zeichen gegen Nazis zu setzen.

Wir hatten uns eigentlich auf eine Datenschutz-Aktion eingestellt, aber als wir von den Mitgliedern der Tour begrüßt werden, erfahren wir, dass heute wohl auch die NPD eine große Kundgebung plant, weshalb heute “Deine Hand gegen Nazis” auf dem Programm steht. PassantInnen können ihren Handabdruck mit bunter Farbe auf einem Banner hinterlassen. Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 18. September 2009
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Grüne Jugend-Hochtour macht Halt in Forchheim

Es gab mal einige idealistische junge Menschen, die ihre Sommerferien opferten, um für die Grüne Jugend durch Deutschland zu fahren und in Fußgängerzonen lahme Wahlkampfstände aufzumischen…
Auch in Forchheim kam die Grüne Jugend vorbei – nach Stopps in etwas abgelegenerten Orten in Oberfranken waren sie begeistert von der belebten Fußgängerzone und den gesprächigen und für Grün aufgeschlossenen Menschen und vor allem der personenstarken Grünen Jugend vor Ort.
Mit Schutzanzügen gingen Gustav und Lukas zusammen mit Lenzi von der GJ Forchheim in der Fußgängerzone herum und fragten Leute, ob sie denn Atommüll in ihrem Garten lagern wollen würden. Der beabsichtigte Effekt des Nachdenkens stellte sich dann auch bei nicht wenigen ein und wir konnten über Gorleben und ähnliches aufklären.

Artikel von: http://www.lisa-badum.de/blog/gr%C3%BCne-jugend-hochtour-macht-halt-forchheim

Erstellt am Sonntag, 13. September 2009
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Wahlkampfaktion in Lichtenfels

Die Lichtenfelser Grünen hatten für den 4. September 2009 einen Infostand in der Lichtenfelser Innenstadt angemeldet. Im Strahlenschutzanzug und mit Mundschutz verteilten wir kleine Windrädchen und Informationsmaterial an die PassantInnen.

“Mit Atomkraftwerken spielt man nicht!” stand auf unseren Windrädchen, die uns förmlich aus der Hand gerissen wurden. Immer wieder winkten PassantInnen uns zu sich her um Informationsmaterial und Windrädchen zu ergattern. Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir auch schon alle Windrädchen los, pünktlich fing es an zu regnen. Wir hoffen, dass am 27. September viele Menschen grün wählen, damit die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht verlängert werden.

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Erstellt am Montag, 7. September 2009
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Die Sonne schien uns Forchheimer Grünen…

…als wir uns am Abend der Europawahl zu unserer Party in und vor der Geschäftsstelle in der Birkenfelder Straße 27 trafen. Die Grüne Jugend Forchheim organisierte die Party perfekt, Speis und Trank sowie Livemusik aus Bamberg gaben den tollen Rahmen.

Und das Wahlergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen: Die Grünen im Landkreis Forchheim konnten ihr Ergebnis gegenüber der letzten EU Wahl noch steigern, und in 5 Gemeinden sind wir sogar zweitstärkste Kraft! Die WählerInnen in der Stadt Forchheim haben uns erneut mehr Stimmen gegeben, als bei allen Wahlen der jüngeren Vergangenheit. Wir sind wieder drittstärkste politische Kraft und sehen uns bestätigt, auch auf kommunaler Ebene, auch für das, was wir in der letzten Zeit mitgestaltet, aber auch verhindert haben.

Unser WählerInnenbasis ist so stabil, dass selbst die CSU im Wahlkampf in der letzten Minute in ihren in Forchheimer Haushalten verteilten Flyern meinte, uns in die “zurück in die Steinzeit”-Ecke stellen zu müssen. Neben der FDP (Glückwunsch) sind wir die einzige Partei hier, die kontinuierlich zulegt. Zurück bleiben die Altparteien, die auch im Eurpoawahlkampf nicht annähernd das Engagement, trotz ihrer ungleich größeren Mitgliederzahlen, das wir vgl. kleine Partei an den Tag gelegt haben, gezeigt haben.

Forchheim ergrünt weiterhin – in Stadt und Land!

Artikel von Lisa Badum: http://www.lisa-badum.de/blog/die-sonne-schien-uns-forchheimer-gr%C3%BCnen

Erstellt am Sonntag, 7. Juni 2009
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Fränkische Tag: “Die Zwei für Waischenfeld?”

PROTESTAKTION Erst prangte der Landesvater, auf den Wahlplakaten vor Ort, dann war er plötzlich weg. Nun ist er zusammen mit Erwin Huber als “Stan und Olli” zurückgekehrt.von unserem Mitarbeiter THOMAS WEICHERT

Waischenfeld – An den Ausfallstraßen von Waischenfeld hatte die CSU letzte Woche große Wahlposter mit Ministerpräsident Dr. Günter Beckstein aufgestellt, auf denen dieser für “kleinere Klassen” und “mehr Lehrer” warb und noch dazu von abc-Schützen umgeben für einen “guten Schulanfang” wünschte. Das brachte die Eltern, der “zwangsweise” eingeführten Kombiklasse an der WaischenfelderGrundschule auf die Palme.
Sie stellten Protesttransparente neben den Wahlplakaten der CSU auf, beschwerten sich beim Landrat, Kultusstaatssekretär und bei der zuständigen CSU-Landtagsabgeordneten. Am letzten Samstag reagierte die CSU und ließ die Plakate Becksteins mit Schulkindern überkleben.
Die “kombi-Eltern” freilich wollten sich offenbar nicht geschlagen geben. Nachdem Beckstein verschwunden war, postierten sie nun den Landesvater zusammen mit mit CSU-Chef Huber an allen großen Wahlpostern der CSU in der Stadt als Oliver Hardy und Stan Laurel und protestierten so weiterhin gegen die Einführung der Kombiklasse durch die CSU. Wer genau “Dick und Doof” dort aufgestellt hat, ließ sich gestern nach einer Anfrage beim Elternbeiratsvrsitzenden der Schule nicht klären.
Jedenfalls ist die Plakataktion Stadtgespräch Nummer eins. Einen trifft mit Sicherheit keine Schuld: die Grünen. Obwohl das Motiv von einem Aufkleber der GRÜNEN JUGEND abgekupfert wurde, der im Landtagswahlkampf zum “Renner” geworden ist. Denn vor der letzten Kommunalwahl waren in Bayern riesige Plakate die CSU-Spitze aufgebracht worden. “Zwei für Bayern”, stand darauf. “Das Duo kommt mit bekannt vor”, dachte sich Nachwuchspolitiker Martin Schmid, als er an den Plakaten vorbei kam. Der Aufkleber der GRÜNEN JUGEND wurde inzwischen zum Selbstläufer: schon weit mehr als 3000 Stück wurden verteilt und grüne Kreisverbände deckten sich ein.

Presse:
Abendzeitung – 17.09.2008: Dick und Doof

Quelle: Fränkische Tag – 24.09.2008

Erstellt am Donnerstag, 25. September 2008
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GRÜNE JUGEND Bayern mit Wahlkampftour in Oberfranken

3 Wochen tourte die GRÜNE JUGEND durch Bayern und in Oberfranken war die Tour in 6 Orten aktiv

Mi, 27. Aug 08: Forchheim Bericht
Di, 2. Sep 08: Bamberg/Kronach Bericht
Mi, 3. Sep 08: Kulmbach/Bayreuth Bericht
Do, 4. Sep 08: Pegnitz Bericht

Mehr Infos zu Tour unter:
http://www.gj-bayern.de/berichte/items/landtagswahl-hochtour-2008.html

Erstellt am Montag, 15. September 2008
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Frisches Grün in zwei oberfränkischen Kreistagen

Bündnis90/Die Grünen sind zufrieden mit dem Ausgang der bayerischen Kommunalwahlen. Die Grünen konnten in fast allen Gemeinderäten zulegen und ihre Anzahl der Mandate insgesamt deutlich erhöhen. Die GRÜNE JUGEND Oberfranken zieht eine eigene Bilanz der Kommunalwahl.

„Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Grünen oberfrankenweit hinzugewinnen konnten, worüber wir sehr glücklich sind. Wir als GRÜNE JUGEND haben uns gefreut, dass jungen Leuten die Möglichkeit gegeben wurde, vorne auf den Listen zu kandidieren. Die Verjüngung der Parlamente nehmen die Grünen ernst. Die Kreistagslisten der Grünen in Forchheim und Lichtenfels führten junge KandidatInnen an und beide wurden auch gewählt. Das ist ein riesiger Erfolg für uns. Die GRÜNE JUGEND hat sich darüber hinaus im Kommunalwahlkampf gut eingebracht und die Grünen unterstützt. Auf den hinteren Plätzen waren ebenfalls Mitglieder der GRÜNEN JUGEND vertreten, die bei den diesjährigen Kommunalwahlen schon ein bisschen Wahlkampfluft schnuppern konnten und vielleicht beim nächsten Mal weiter vorne kandidieren werden“, so Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, der selbst in Bayreuth auf Platz 8 kandidiert hatte und nur einen Platz einbüßen musste.

Swantje Fischer, Sprecherin der GJ Oberfranken und Kandidatin in Lichtenfels, richtet den Blick in die Zukunft: „Interessant wird sein, inwiefern die Grünen es schaffen die neue Landtagsfraktion und die Bezirkstage zu verjüngen, was aufgrund des Wahlverfahrens nicht ganz einfach sein wird. Ziel Nummer 1 ist jedoch die CSU-Mehrheit zu brechen und die Themen in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu stellen, die die CSU sträflich vernachlässigt hat: gerechte Bildungschancen mit wohnortnahen Schulen, biologische Landwirtschaft und eben keine Gentechnik, keine Rolle rückwärts beim NichtraucherInnenschutz und endlich Verkehrsprojekte fördert von denen ganz Bayern profitiert und nicht so ein Milliardengrab Transrapid!“

Erstellt am Montag, 10. März 2008
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Neue Presse Coburg: „Der Stadt Konzepte geben“

Von Mathias H. Walther

Fotografin/Quelle: Gerda Völk

Lichtenfels – Der Reigen ist komplett. Mit Bernhard Christoph steht der vierte Bewerber für den Chefsessel des Lichtenfelser Rathauses nun auch offiziell fest.

Lichtenfels – Der Reigen ist komplett. Mit Bernhard Christoph steht der vierte Bewerber für den Chefsessel des Lichtenfelser Rathauses nun auch offiziell fest. Die Bündnisgrünen haben damit am Montagabend in Mistelfeld einstimmig bestätigt, was die Spatzen seit geraumer Zeit von den Dächern der Korbstadt zwitscherten. Der 52-jährige Bauingenieur wirft den Hut in den Ring, „weil Lichtenfels es verdient hat, für sein höchstes Amt eine echte Auswahl zu haben“.

Doch damit nicht genug. Die Grünen, obwohl im Landkreis eher ein überschaubarer Zusammenschluss Gleichgesinnter, präsentieren sowohl für den neu zu wählenden Kreistag als auch für den Lichtenfelser Stadtrat Kandidatenlisten, die sich sehen lassen können. Auf diesen sind alle Altersgruppen – von altgedienten „Moosgrünen“ bis hin zu jugendlich „Hellgrünen“ – ebenso vertreten wie die unterschiedlichsten Berufe, Parteimitglieder ebenso wie Parteilose.

Man habe es eben nicht nötig, „die jungen Leute in einer zusätzlichen ‚Tarnliste‘ zu verstecken“, meinte Kreisverbandssprecherin Beate Leidnecker-Schneidawind in ihrer Begrüßungsansprache. Das war dann aber auch schon der einzige, von einem Augenzwinkern begleitete, Seitenhieb auf den politischen Gegner. Ansonsten übten sich die Spitzenkandidaten in Zurückhaltung und konzentrierten sich auf kommunale Sachthemen.

Bevor Bernhard Christoph seine Kernthemen darlegte, war es an den Spitzenkandidaten, sich den Anwesenden zu präsentieren. Den Auftakt machten die 20-jährige Studentin Swantje Fischer (Lichtenfels) und der parteilose Harald Schramm (44) aus Kösten, die nach Christoph die Plätze zwei und drei auf der Stadtratsliste der Bündnisgrünen einnehmen. Dass sie trotz ihres jugendlichen Alters beileibe nicht „grün hinter den Ohren“ ist, machte Fischer deutlich, die sich im Falle ihrer Wahl naturgemäß der Schul- und Jugendpolitik widmen will. Und Schramm, seit 2002 Ortssprecher für Kösten und Schönsreuth, sieht die Verkehrsplanung und die Stadtteile („Ein Dorf muss Dorf bleiben dürfen“) als seine Domäne.

Jugendlich geben sich die Grünen auch bei der Wahl zum Kreistag. Ihr Spitzenkandidat Valentin Motschmann aus Schönbrunn ist gerade mal 20 Jahre alt. Da ist der zweite im Bunde ein altgedienter Haudegen in Sachen grünen Gedankengutes: Dietmar Gross ist 57 Jahre alt und als Forstdirektor, der zwölf Jahre lang das Forstamt Lichtenfels leitete, im Landkreis kein Unbekannter.

Das gilt freilich auch für den Bürgermeisterkandidaten Bernhard Christoph. Der ist seit elf Jahren im Stadtrat von Lichtenfels, ist überzeugt, das Amt des Rathauschefs ausfüllen zu können, und hat konkrete Vorstellungen davon, was in der Kreisstadt getan werden kann und muss.

Christoph: „Lichtenfels soll eine richtige Stadt und die Stadtverwaltung soll zum Dienstleister am Bürger werden.“ Ziele für die Tourismusförderung seien zu definieren, ebenso die Kernaufgaben der Stadt. Und, die Stadt müsse gewappnet sein, die Veränderungen im Umfeld erfolgreich zu bewältigen. Das gelte für das Verkehrsaufkommen – etwa durch die neue A 73 – ebenso wie für die Bevölkerungsentwicklung oder die Auswirkungen der Klimaänderung (Stichwort: Hochwasser).

„Und“, sagt er, „ich will die Potenziale der Bürgerschaft für die Stadt nutzen. Vor allem die der Leistungsträger in Kultur, Gewerbe, Handel und Produktion sowie bei den Vereinen. Die Bürgerschaft soll für ihre Stadt gefordert sein.“ Seine Konzepte für „eine anspruchsvolle Stadt Lichtenfels“ will er in den Monaten bis zur Wahl den Bürgern detailliert vorstellen.

Quelle: Neue Presse Coburg – 17.10.07

Erstellt am Mittwoch, 17. Oktober 2007
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WIESENTBOTE: Grüne für Klimaoffensive

Kreisverbände der Bündnisgrünen sind gut aufgestellt für das Wahljahr 2008

REGION (eB) – Anlässlich der Bezirksversammlung der oberfränkischen Grünen, am 30.6.2007 in Wunsiedel, erklären die beiden Bezirksvorsitzenden MdB Elisabeth Scharfenberg und der Bamberger Stadtrat Wolfgang Grader sowie MdL Ulrike Gote: “Die Grünen werden nichts anbrennen lassen im Wahljahr 2008. Wir sind für das Wahljahr 2008 personell gut aufgestellt und wir haben auch bei den Sachfragen die Nase vorn”, erklärten die Bezirksvorsitzenden der Grünen Elisabeth Scharfenberg und Wolfgang Grader. Verkehrspolitik, eine ökologische und nachhaltige Energiepolitik, Politik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter und mit Kindern stehen für die Grünen ganz oben auf der Agenda. Dazu gehören die umstrittenen Flughafenprojekte in der Region und die Fichtelgebirgsautobahn.

Nachdem der Ausbau des Flughafens Hof-Plauen zum Flughafen mit einer längeren Landebahn für Großraumjets gescheitert ist, steht nun die Sanierung des Flughafens mit Hilfe der vom Freistaat zur Verfügung gestellten Gelder zur Diskussion. “Für die Grünen stellt sich angesichts der angefallenen Schulden und dem weiterhin defizitären Flughafenbetrieb die Frage, ob die hoch subventionierte Linie Hof-Frankfurt überhaupt weiter betrieben werden sollte”, erklärte Elisabeth Scharfenberg.

Harte Auseinandersetzung erwarten die Grünen auch um einen möglichen Flughafen-Neubau bei Rattelsdorf. “Wir dürfen uns nicht von Wirtschaftsunternehmen auseinander dividieren lassen. Die Flughäfen in Coburg und Bamberg reichen aus. Einen Neubau für eine noch nicht existente EU-Richtlinie halten wir für einen ökologischen wie finanziellen Unsinn. Kein Mensch, kein Flugzeug braucht dies”, so Wolfgang Grader.

“Die Politik in Bayern tritt auf der Stelle: Ob in der Bildung, im Klimaschutz, aber auch in der Wirtschaftspolitik – die CSU-Staatsregierung schiebt wichtige politische Vorhaben von einer langen Bank auf die andere”, kritisiert die Landtagsabgeordnete Ulrike Gote. Innerparteiliche Querelen, offene Personalfragen, aber auch Dissens zwischen den Ressorts und innerhalb der CSU-Landtagsfraktion führten dazu, dass in vielen zentralen Feldern der Stillstand regiere. Dabei sei die Zeit günstig für Reformen. Gote: “Die Steuermehreinnahmen müssen jetzt investiert werden in die Bildung, den Klimaschutz und für mehr soziale Gerechtigkeit. Wir fordern einen Nachtragshaushalt und die sofortige Aufhebung der Haushaltssperren in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur.”

Angesichts des drastischen Klimaberichtes der Vereinten Nationen forderten die oberfränkischen Grünen, Entscheidungen nicht durch immer neue Diskussionsrunden und Klimaschutzbünde aufzuschieben. “Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden”, erklärte Bezirksvorstand Grader. In Bamberg, Kulmbach und Forchheim forcieren die Grünen das Anliegen schon federführend. Ziel dieser Bezirksversammlung war es auch, dass eine Klimaoffensive für ganz Oberfranken ins Rollen kommt. “Gemeinsam können wir bis 2035 eine Energieversorgung zu 100% aus erneuerbaren Energien erreichen”, erklärte Wolfgang Grader.

“Oberfranken muss sich darauf einrichten, dass das durchschnittliche Lebensalter in der Region steigt und die Zahl der Kinder abnimmt. Darum werden wir in der Kommunalpolitik sowohl für die Verbesserung der Kinderbetreuung als auch für ein selbstbestimmtes Leben im Alter eintreten”, betonte Elisabeth Scharfenberg.

Nach wie vor zählt Bayern in Bezug auf den Ausbau von Kinderbetreuung zu den Schlusslichtern. Durch das Betreuungsgesetz BayKiBiG hat die Staatregierung den Kommunen überlassen, den Bedarf festzulegen. “Da die Kommunen die Einrichtung und Unterhalt von Kitas und Horten aus Kostengründen scheuen, wird der Bedarf gezielt klein gerechnet. Diese kurzsichtige Kosten-Nutzen Rechnung wird die Kommunen teuer zu stehen kommen, denn ohne attraktives Betreuungsangebot wird Oberfranken Familien in Zukunft nicht halten oder gewinnen können. Das ist ein Teufelskreis durch den die gesamte Region an Attraktivität verlieren wird”, so Bezirksvorsitzende Scharfenberg.

Vor dem Hintergrund des steigenden Altersdurchschnitts müssen mehr Wohnprojekte für das Leben im Alter fördern werden, fordern die Grünen. Durch das neue Wohnraumförderungsgesetz können neue Formen des Wohnens im Alter gefördert werden. Auch junge Familien und Haushalte mit Kindern sollen künftig Wohnraumförderung stärker in Anspruch nehmen können. “Die meisten Menschen haben den Wunsch zu Hause alt werden zu können und dort auch gepflegt zu werden, und nicht im Heim. Wir werden uns in den Kommunen dafür einsetzen, dass ein selbstbestimmtes Leben im Alter nicht mehr das Privileg weniger Wohlhabender ist”, erklärt die grüne Pflegeexpertin Scharfenberg.

Die grüne Jugend Oberfranken, die gerade ihren ersten Geburtstag gefeiert hat, dokumentierte ihre Arbeit mit Fotos und Presseartikeln. Die Präsentation zeigte deutlich: Die jungen Grünen in Oberfranken zeigen Gesicht gegen Rechtsradikalismus. Dass dies auch Thema im Kommunalwahlkampf wird, dafür setzte sich Stephan Clemens, Sprecher des Bezirksverbandes der grünen Jugend Oberfranken, aktiv ein.

Zum Abschluss der Bezirksversammlung kündigte Elisabeth Scharfenberg ihre Sommertour durch Oberfranken vom 20. bis 24. August an. Stationen werden unter anderem Coburg, Bamberg und Forchheim sein.

Quelle: Wiesentbote – 06.07.2007

Erstellt am Samstag, 7. Juli 2007
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