Tempolimit 100 ist nicht radikal, sondern konsequent

Halle – Die GRÜNE JUGEND veranstaltete am vergangenen Wochenende ihren Bundeskongress (BuKo) unter dem Thema “Eine Welt – Ein Klima”. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen diskutierten die fast 300 angereisten Mitglieder in workshops und beschlossen den Leitantrag mit Forderungen, wie innerdeutschem Flugverbot und Tempolimit 100 km/h auf Autobahnen.

“Der Bundeskongress findet zwei Mal im Jahr statt und ist für alle Mitglieder der GRÜNEN JUGEND offen. Wir haben kein Delegiertinnen- und Delgiertensystem. Inhaltlich setzen wir uns jedes Mal mit einem anderen Thema auseinander. Dieser Bundeskongress stand ganz im Zeichen des Klimawandels”, erklärt Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, den Ablauf der Kongresse, “Hermann Ott vom Wuppertal-Institut hat in seinem workshop sehr deutlich gemacht, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, etwas zu unternehmen, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Entweder handeln wir jetzt oder einige werden den Klimawandel mit dem Leben bezahlen. Deshalb erachte ich die beschlossenen Forderungen nicht als radikal, sondern als konsequent!”

Die GRÜNE JUGEND verabschiedete in ihrem Leitantrag Forderungen nach einem innerdeutsches Flugverbot, einem Neubauverbot von Kohlekraftwerken, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung bis zum Jahr 2040 auf 80% zu erhöhen, ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 70 km/h auf Landstraßen, sowie 30 km/h in Ortschaften. Das Verkehrskonzept soll nach Ansicht des Jugendverbands von B90/GRÜNE komplett neu gestaltet werden, so sollen der ÖPNV kostenlos und damit der motorisierter Individualverkehr unnötig gemacht werden. Die Bundesvorsitzenden der GRÜNEN, Claudia Roth und Reinhard Bütikofer, betonten auf dem Bundeskongress, dass jetzt die Chance für einen fundamentalen Wandel in der Klimapolitik bestehe und diese beim G8-Gipfel nicht verpasst werden dürfe.

Erstellt am Dienstag, 22. Mai 2007
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GRÜNE JUGEND setzt sich für die Verminderung des CO2-Ausstoßes ein

Präsidentschaftskandidaten Al Gore. Es kamen ca. 60 Besucherinnen und Besucher, die auch an der anschließenden Diskussionsrunde teilnahmen. Der Film dokumentiert anhand konkreter Fakten den bevorstehenden Klimawandel.

Creußen – Die GRÜNE JUGEND Oberfranken zeigte am vergangenen Freitagabend den Oskar-prämierten Film “Die unbequeme Wahrheit” vom Die Erderwärmung wird durch wissenschaftliche Messdaten eindeutig nachgewiesen. Die Folgen der Erderwärmung sind bereits in jüngster Zeit sichtbar: verheerende Wirbelstürme, die Überschwemmung von großen Erdteile und die gleichzeitige Austrocknung an anderer Stelle, dadurch werden zum Beispiel große Waldgebiete absterben und viele Tierarten verschwinden.

“Wir müssen den  CO2-Ausstoß massiv verringern und dazu kann jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten”, forderte Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken. “Aber auch die Politik ist gefragt. Wir als grüne Partei sind da schon länger Spezialisten auf dem Gebiet. Und wenn andere Parteien das Thema jetzt auch für sich entdecken, dann ist das zwar begrüßenswert, jedoch haben wir die größeren Kompetenzen.” In der anschließenden Diskussion waren sich alle einig, dass es Möglichkeiten gibt auch selbst etwas zu tun. Ein Besucher schlug vor: “Das Auto einfach mal stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, oder beim nächsten Einkauf darauf achten, dass die Lebensmittel aus der Region sind und nicht tagelang im LKW transportiert wurden.” Jemand brachte den Hinweis: “Bei uns gibt es auch schöne Urlaubsgebiete, da brauchen wir gar keine lange Flugstrecken mit hohem Kerosinverbrauch in Kauf nehmen.”

Erstellt am Montag, 19. März 2007
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GRÜNE JUGEND Oberfranken findet Wegfall des Fahrkartenverkaufs in Zügen einen Skandal

Die Bahn möchte ab 1. April den Fahrkartenverkauf in Zügen einstellen. Ausschließlich bei Strecken, wo es keinen Automaten gibt, können dann noch Fahrtkarten bei den BahnmitarbeiterInnen im Zug erworben werden. Dies geht zu Lasten der KundInnenfreundlichkeit, meint die GRÜNE JUGEND Oberfranken.

Bild: Ralf Roletschek

“Ist Bahnfahren in Oberfranken attraktiv? Nicht wirklich. Die Verbindungen sind langsam, teilweise mit häufigem Umsteigen verbunden und die Freundlichkeit gegenüber Kundinnen und Kunden lässt manchmal zu wünschen übrig. Jetzt soll auch noch den Reisenden die Möglichkeit genommen werden ihr Ticket im Zug zu kaufen. Bei den langen Warteschlangen an den Schaltern ist dies nicht zumutbar”, kritisiert Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, die ab 1. April geltende Regelung. “Das ist ein Skandal. Vor allem für ältere Menschen ist die Neuregelung keine gute Lösung. Die Automaten können auch nicht alles und wer nicht geübt ist, braucht entweder sehr lange oder scheitert an der unübersichtlichen Bedienung. Der Verkauf im Zug muss zum Regelfall werden und das Personal in den Zügen erweitert werden”, fordert Anna-Lena Memmel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Oberfranken. “So kann die Bahn auf jeden Fall keine zusätzlichen Reisenden gewinnen.”

Die GRÜNE JUGEND Oberfranken hat sich bei ihrer letzten Mitgliederversammlung mit dem Thema Mobilität auseinandergesetzt. In ihrem Beschluss fordert die politische Jugendorganisation von Bündnis90/Die GRÜNEN, dass die Verbindungen schneller, die Züge komplett rauchfrei und langfristig Alternativen zu Dieselzügen gefunden werden. Darüber hinaus soll mit einer Einführung eines “Oberfranken-Tickets”, welches analog zum Bayern-Ticket gestaltet werden soll, um das Bahn-Angebot im Regierungsbezirk preislich attraktiver zu machen und somit die Bahn auf kurzen Strecken eine Alternative zum Auto werden kann. Ihr Vorschlag für die Preisgestaltung: Oberfranken-Ticket-Gruppe: 14 Euro, Oberfranken-Ticket-Single: 8 Euro.

Erstellt am Samstag, 3. März 2007
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