Regionalflughäfen schließen

(Beschluss der Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Oberfranken am 28.03.2010 in Regensburg)

Ob Bamberg, Coburg, Bayreuth oder Hof, immer wieder gibt es Diskussionen über Einrichtung, Ausbau und Unterhalt der Regionalflughäfen. Die GRÜNE JUGEND Oberfranken spricht sich gegen die Bewirtschaftung von Regionalflughäfen aus. Die Vorteile, die für einzelne Personen oder ggf. Güter durch verkürzte Flugzeit entstehen, stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten und Klimaschäden, die durch Flüge oft sogar innerhalb Deutschlands entstehen.

Erstellt am Samstag, 10. April 2010
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Lichtverschmutzung reduzieren – Erleuchtung durch weniger Licht

(Beschluss der Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Oberfranken am 15.12.2007 in Bayreuth)
Unter Lichtverschmutzung wird die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, deren Licht in der Atmosphäre gestreut wird, verstanden. Eben diese Lichtverschmutzung ist es, die eine ernste Gefahr für das Ökosystem darstellt. Mensch und tagaktive Tiere brauchen die Dunkelheit der Nacht zur Entspannung und Regeneration. Aber auch nachtaktive Tiere leiden unter den hellen Nächten, weil die Dunkelheit die Voraussetzung für ihre Nahrungssuche und Fortpflanzung darstellt. Nicht zuletzt wird auch den Pflanzen, die den Hell- Dunkel Rhythmus für die Photosynthese brauchen, durch die Lichtverschmutzung geschadet. Weiterlesen »

Erstellt am Donnerstag, 20. Dezember 2007
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GRÜNE JUGEND Oberfranken „Müssen wir uns auf noch größere Extreme einstellen?“

Bayreuth – Die Bayreuther Bürgerinnen und Bürger wurden am Donnerstag Nachmittag von einem heftigen Unwetter überrascht. Binnen weniger Minuten regnete es mehrere Liter auf den Quadratmeter und die Hagelkörner waren teilweise über 1 cm groß. Alles erinnerte eher an einen Herbststurm oder Aprilwetter. Die GRÜNE JUGEND Oberfranken sieht dies als Folge des Klimawandels und fordert Maßnahmen zu mehr Klimafreundlichkeit.

„So ein Unwetter habe ich bisher in meinen Leben noch nirgendwo erlebt. Erst sah es nach einem typischen Sommergewitter aus, aber dann regnete es so stark, dass ich kaum 50 Meter sehen konnte. Die Hagelkörner sind bei mir durch die Küche bis in den Flur geschossen. Wenn ich bedenke, dass alle Klimaexpertinnen und -experten ein Ansteigen der Wetterextreme voraussagen, dann macht mir das Sorgen. Ist das jetzt schon eine Auswirkung des Klimawandels, oder müssen wir uns auf noch größere Extreme einstellen?“, fragt Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, der in Bayreuth wohnt. Er resümiert in diesem Zusammenhang die Ergebnisse des G8-Gipfels und kritisiert die lokale Politik dafür, dass sie sich nicht ausreichend für den Klimaschutz einsetzt: „Schade eigentlich, dass Merkel, Bush und co nicht gerade zu dem Unwetter in Bayreuth waren. Dann hätten sie sich das vielleicht mit den verbindlichen Klimazielen noch mal ein bisschen genauer überlegt. Beim Klimawandel darf es keine Menschen geben, die sich vor der Verantwortung drücken! Jedoch ist der internationale Aspekt die eine Seite. Es muss auch lokal etwas gemacht werden. Dabei hat Bayreuth in der Vergangenheit keine Fortschritte gemacht. In Sachen Steigerung der Attraktivität für den ÖPNV tut sich nichts, stattdessen wurden Anfang 2007 die Parkplatzgebühren im Mittel gesenkt. Fahrradfreundlich ist Bayreuth auch nicht wirklich. Ich denke, dass es noch einiges zu tun gibt, damit wir klimafreundlicher werden. Vielleicht wäre eine CO2-neutrale Anfahrt zu den Festspielen mal ein Projekt.“

Erstellt am Donnerstag, 19. Juli 2007
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WIESENTBOTE: Grüne für Klimaoffensive

Kreisverbände der Bündnisgrünen sind gut aufgestellt für das Wahljahr 2008

REGION (eB) – Anlässlich der Bezirksversammlung der oberfränkischen Grünen, am 30.6.2007 in Wunsiedel, erklären die beiden Bezirksvorsitzenden MdB Elisabeth Scharfenberg und der Bamberger Stadtrat Wolfgang Grader sowie MdL Ulrike Gote: “Die Grünen werden nichts anbrennen lassen im Wahljahr 2008. Wir sind für das Wahljahr 2008 personell gut aufgestellt und wir haben auch bei den Sachfragen die Nase vorn”, erklärten die Bezirksvorsitzenden der Grünen Elisabeth Scharfenberg und Wolfgang Grader. Verkehrspolitik, eine ökologische und nachhaltige Energiepolitik, Politik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter und mit Kindern stehen für die Grünen ganz oben auf der Agenda. Dazu gehören die umstrittenen Flughafenprojekte in der Region und die Fichtelgebirgsautobahn.

Nachdem der Ausbau des Flughafens Hof-Plauen zum Flughafen mit einer längeren Landebahn für Großraumjets gescheitert ist, steht nun die Sanierung des Flughafens mit Hilfe der vom Freistaat zur Verfügung gestellten Gelder zur Diskussion. “Für die Grünen stellt sich angesichts der angefallenen Schulden und dem weiterhin defizitären Flughafenbetrieb die Frage, ob die hoch subventionierte Linie Hof-Frankfurt überhaupt weiter betrieben werden sollte”, erklärte Elisabeth Scharfenberg.

Harte Auseinandersetzung erwarten die Grünen auch um einen möglichen Flughafen-Neubau bei Rattelsdorf. “Wir dürfen uns nicht von Wirtschaftsunternehmen auseinander dividieren lassen. Die Flughäfen in Coburg und Bamberg reichen aus. Einen Neubau für eine noch nicht existente EU-Richtlinie halten wir für einen ökologischen wie finanziellen Unsinn. Kein Mensch, kein Flugzeug braucht dies”, so Wolfgang Grader.

“Die Politik in Bayern tritt auf der Stelle: Ob in der Bildung, im Klimaschutz, aber auch in der Wirtschaftspolitik – die CSU-Staatsregierung schiebt wichtige politische Vorhaben von einer langen Bank auf die andere”, kritisiert die Landtagsabgeordnete Ulrike Gote. Innerparteiliche Querelen, offene Personalfragen, aber auch Dissens zwischen den Ressorts und innerhalb der CSU-Landtagsfraktion führten dazu, dass in vielen zentralen Feldern der Stillstand regiere. Dabei sei die Zeit günstig für Reformen. Gote: “Die Steuermehreinnahmen müssen jetzt investiert werden in die Bildung, den Klimaschutz und für mehr soziale Gerechtigkeit. Wir fordern einen Nachtragshaushalt und die sofortige Aufhebung der Haushaltssperren in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur.”

Angesichts des drastischen Klimaberichtes der Vereinten Nationen forderten die oberfränkischen Grünen, Entscheidungen nicht durch immer neue Diskussionsrunden und Klimaschutzbünde aufzuschieben. “Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden”, erklärte Bezirksvorstand Grader. In Bamberg, Kulmbach und Forchheim forcieren die Grünen das Anliegen schon federführend. Ziel dieser Bezirksversammlung war es auch, dass eine Klimaoffensive für ganz Oberfranken ins Rollen kommt. “Gemeinsam können wir bis 2035 eine Energieversorgung zu 100% aus erneuerbaren Energien erreichen”, erklärte Wolfgang Grader.

“Oberfranken muss sich darauf einrichten, dass das durchschnittliche Lebensalter in der Region steigt und die Zahl der Kinder abnimmt. Darum werden wir in der Kommunalpolitik sowohl für die Verbesserung der Kinderbetreuung als auch für ein selbstbestimmtes Leben im Alter eintreten”, betonte Elisabeth Scharfenberg.

Nach wie vor zählt Bayern in Bezug auf den Ausbau von Kinderbetreuung zu den Schlusslichtern. Durch das Betreuungsgesetz BayKiBiG hat die Staatregierung den Kommunen überlassen, den Bedarf festzulegen. “Da die Kommunen die Einrichtung und Unterhalt von Kitas und Horten aus Kostengründen scheuen, wird der Bedarf gezielt klein gerechnet. Diese kurzsichtige Kosten-Nutzen Rechnung wird die Kommunen teuer zu stehen kommen, denn ohne attraktives Betreuungsangebot wird Oberfranken Familien in Zukunft nicht halten oder gewinnen können. Das ist ein Teufelskreis durch den die gesamte Region an Attraktivität verlieren wird”, so Bezirksvorsitzende Scharfenberg.

Vor dem Hintergrund des steigenden Altersdurchschnitts müssen mehr Wohnprojekte für das Leben im Alter fördern werden, fordern die Grünen. Durch das neue Wohnraumförderungsgesetz können neue Formen des Wohnens im Alter gefördert werden. Auch junge Familien und Haushalte mit Kindern sollen künftig Wohnraumförderung stärker in Anspruch nehmen können. “Die meisten Menschen haben den Wunsch zu Hause alt werden zu können und dort auch gepflegt zu werden, und nicht im Heim. Wir werden uns in den Kommunen dafür einsetzen, dass ein selbstbestimmtes Leben im Alter nicht mehr das Privileg weniger Wohlhabender ist”, erklärt die grüne Pflegeexpertin Scharfenberg.

Die grüne Jugend Oberfranken, die gerade ihren ersten Geburtstag gefeiert hat, dokumentierte ihre Arbeit mit Fotos und Presseartikeln. Die Präsentation zeigte deutlich: Die jungen Grünen in Oberfranken zeigen Gesicht gegen Rechtsradikalismus. Dass dies auch Thema im Kommunalwahlkampf wird, dafür setzte sich Stephan Clemens, Sprecher des Bezirksverbandes der grünen Jugend Oberfranken, aktiv ein.

Zum Abschluss der Bezirksversammlung kündigte Elisabeth Scharfenberg ihre Sommertour durch Oberfranken vom 20. bis 24. August an. Stationen werden unter anderem Coburg, Bamberg und Forchheim sein.

Quelle: Wiesentbote – 06.07.2007

Erstellt am Samstag, 7. Juli 2007
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Heiße Etappen

Bei der Bamberger Aktion fanden sich ein paar freiwillige Gipfelstürmerinnen der etwas anderen Art…

Bei sengender Hitze haben wir nun auch die sechste Etappe der Grünen Gipfeltour in Bamberg erfolgreich geschafft. Als Zwischenbilanz kann man wohl sagen: Die richtigen Themen zur richtigen Zeit!

Von Magdeburg über Erfurt, Leipzig, Dresden und Erlangen bis nach Bamberg haben wir überall massenweise Infomaterial zu G8 und Klimaschutz unter die Leute gebracht und sicher einige zum Nachdenken gebracht: „Soll ich nicht doch noch nach Rostock fahren?“ Weiterlesen »

Erstellt am Sonntag, 27. Mai 2007
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Schritt für Schritt – klimafit

(Beschluss der Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Oberfranken am 21.04.2007 in Bamberg)

Alle reden vom Klimawandel, aber wirklich unternommen wird viel zu wenig.

Die GRÜNE JUGEND Oberfranken fordert alle Menschen auf, bei sich selbst anzufangen! Hier ist die Politik der kleinen Schritte angebracht:

Schritt für Schritt – klimafit!

  • Auf Ökostrom wechseln!
  • Nutze Energiesparlampen statt normaler Glühbirnen!
  • Immer das Licht ausschalten, wenn Du aus dem Zimmer gehst!
  • Benutze den Energiesparmodus am PC-Monitor!
  • Fernseher und sonstige elektronische Geräte nicht auf Stand-By, sondern komplett ausschalten!
  • Wenn Du heißes Wasser brauchst, dann den Wasserkocher benutzen!
  • Beim Kochen immer den Deckel auf den Topf!
  • Besser kurz duschen als baden!
  • Den Wasserhahn nicht unnötig laufen lassen!
  • Immer deinen Müll trennen!
  • Mehrwegverpackungen kaufen, also keine Dosen mehr!
  • Regionale Produkte kaufen, weil die durch kürzere Lieferwege meist umweltfreundlicher sind!
  • Öfter mal Fahrrad fahren oder laufen!
  • Bus und Bahn fahren anstatt das Auto zu benutzen!
  • Verkürz’ die Nahrungskette – mehr pflanzliche Produkte essen: Die tierische Produktion trägt durch CO2-Emissionen und Methan wesentlich zum Treibhauseffekt bei!
  • Nicht zu viel heizen, zieh’ einfach einen Pullover an!
  • Stoßlüften statt Dauerlüften!

Erstellt am Mittwoch, 2. Mai 2007
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GRÜNE JUGEND Oberfranken thematisiert Energiepolitik und ist bei „Waldwoche“ aktiv

BAMBERG — Die GRÜNE JUGEND Oberfranken hielt am Samstag, den 21.4., ihre Mitgliederversammlung in Bamberg ab. Das Thema lautete “Klimawandel – Folgen für Energiepolitik und Wald”. Mit einem Umzug durch die Bamberger Innenstadt machten die Junggrünen auf das Thema “Wald” aufmerksam.

Die erste Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Oberfranken in 2007 fand im Büro der GAL Bamberg statt. Am Vormittag wurde den anwesenden Mitgliedern und InteressentInnen ein Einstieg ins Thema gegeben, dabei insbesondere die Energieversorgung Oberfrankens näher unter die Lupe genommen. “Atomenergie hat in Oberfranken mit fast 50% einen überdurchschnittlich hohen Stellenwert bei der Stromproduktion. Dies ist erschreckend und es bedarf für Oberfranken daher großer Anstrengungen beim Atomausstieg. Ob die großen Energieunternehmen mit der Umstellung schon angefangen haben? Es ist jedoch positiv zu sehen, dass Oberfranken bei den Erneuerbaren Energien mit 15% über dem Bundesdurchschnitt von 11%  liegt”, erläutert Swantje Fischer, Schatzmeisterin der GJ Oberfranken. Gegen Mittag verließen die Anwesenden das Büro um auf das Thema “Wald” aufmerksam zu machen. Die Aktion fand im Rahmen der “Waldwoche der GRÜNEN JUGEND” statt. Dazu hatten die AktivistInnen kurzfristig ein Banner mit der Aufschrift “Leute lasst das pflastern sein, pflanzt hier lieber BÄUME ein” erstellt und zogen damit durch die Innenstadt.

“Die zugepflasterten Städte haben kaum noch Grünflächen. Deshalb ist es wichtig, vor allem die wenigen Bäume in der Stadt zu schützen und grüne Lungen neu zu schaffen”, appellierte Stephan Clemens, Sprecher der GJ Oberfranken und Student der Geoökologie an der Uni Bayreuth. “Im Rahmen des Klimawandels kommt der Vegetation und damit den Wäldern eine besondere Bedeutung zu. Der Wald bindet Kohlenstoff. Deshalb ist es so wichtig die Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und nicht dem Flächenfraß zu Opfer fallen zu lassen. Wenn wir keinen Wald mehr haben, dann sehe ich buchstäblich schwarz für unsere Zukunft. Deshalb auch die Mahnung: no forest – no future. Der Wald ist ein hoch sensibles Ökosystem, welches langsam auf Veränderungen reagiert. Wenn wir nicht sorgfältig mit den Wäldern umgehen, dann bekommen wir die Quittung, denn wie es in den Wald schreit, so schallt es wieder heraus und das Klima rächt sich”, so Clemens.

Weitere Infos zur Waldwoche: www.gruene-jugend.de/wald

Erstellt am Samstag, 21. April 2007
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Grüne für Klimaoffensive

Anlässlich der Bezirksversammlung der oberfränkischen Grünen, am 30.6.2007 in Wunsiedel, erklären die beiden Bezirksvorsitzenden MdB Elisabeth Scharfenberg und der Bamberger Stadtrat Wolfgang Grader sowie MdL Ulrike Gote:

„Die Grünen werden nichts anbrennen lassen im Wahljahr 2008. Wir sind für das Wahljahr 2008 personell gut aufgestellt und wir haben auch bei den Sachfragen die Nase vorn“, erklärten die Bezirksvorsitzenden der Grünen Elisabeth Scharfenberg und Wolfgang Grader. Verkehrspolitik, eine ökologische und nachhaltige Energiepolitik, Politik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter und mit Kindern stehen für die Grünen ganz oben auf der Agenda. Dazu gehören die umstrittenen Flughafenprojekte in der Region und die Fichtelgebirgsautobahn.

Nachdem der Ausbau des Flughafens Hof-Plauen zum Flughafen mit einer längeren Landebahn für Großraumjets gescheitert ist, steht nun die Sanierung des Flughafens mit Hilfe der vom Freistaat zur Verfügung gestellten Gelder zur Diskussion. „Für die Grünen stellt sich angesichts der angefallenen Schulden und dem weiterhin defizitären Flughafenbetrieb die Frage, ob die hoch subventionierte Linie Hof-Frankfurt überhaupt weiter betrieben werden sollte“, erklärte Elisabeth Scharfenberg.

Harte Auseinandersetzung erwarten die Grünen auch um einen möglichen Flughafen-Neubau bei Rattelsdorf. „Wir dürfen uns nicht von Wirtschaftsunternehmen auseinander dividieren lassen. Die Flughäfen in Coburg und Bamberg reichen aus. Einen Neubau für eine noch nicht existente EU-Richtlinie halten wir für einen ökologischen wie finanziellen Unsinn. Kein Mensch, kein Flugzeug braucht dies”, so Wolfgang Grader. Weiterlesen »

Erstellt am Samstag, 7. April 2007
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GRÜNE JUGEND setzt sich für die Verminderung des CO2-Ausstoßes ein

Präsidentschaftskandidaten Al Gore. Es kamen ca. 60 Besucherinnen und Besucher, die auch an der anschließenden Diskussionsrunde teilnahmen. Der Film dokumentiert anhand konkreter Fakten den bevorstehenden Klimawandel.

Creußen – Die GRÜNE JUGEND Oberfranken zeigte am vergangenen Freitagabend den Oskar-prämierten Film “Die unbequeme Wahrheit” vom Die Erderwärmung wird durch wissenschaftliche Messdaten eindeutig nachgewiesen. Die Folgen der Erderwärmung sind bereits in jüngster Zeit sichtbar: verheerende Wirbelstürme, die Überschwemmung von großen Erdteile und die gleichzeitige Austrocknung an anderer Stelle, dadurch werden zum Beispiel große Waldgebiete absterben und viele Tierarten verschwinden.

“Wir müssen den  CO2-Ausstoß massiv verringern und dazu kann jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten”, forderte Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken. “Aber auch die Politik ist gefragt. Wir als grüne Partei sind da schon länger Spezialisten auf dem Gebiet. Und wenn andere Parteien das Thema jetzt auch für sich entdecken, dann ist das zwar begrüßenswert, jedoch haben wir die größeren Kompetenzen.” In der anschließenden Diskussion waren sich alle einig, dass es Möglichkeiten gibt auch selbst etwas zu tun. Ein Besucher schlug vor: “Das Auto einfach mal stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, oder beim nächsten Einkauf darauf achten, dass die Lebensmittel aus der Region sind und nicht tagelang im LKW transportiert wurden.” Jemand brachte den Hinweis: “Bei uns gibt es auch schöne Urlaubsgebiete, da brauchen wir gar keine lange Flugstrecken mit hohem Kerosinverbrauch in Kauf nehmen.”

Erstellt am Montag, 19. März 2007
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Süddeutsche Zeitung: Skiabfahrt als Hallensport

Oberfranken will seinen Fremdenverkehrsgästen auch im Hochsommer schneebedeckte Pisten bietenVon Peter Schmidt

Bischofsgrün – Es gibt sie in Neuss, in Bottrop und demnächst in Berlin. Hallen mit Skipisten auf Kunstschneebasis sollen bald auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Hit für ein verwöhntes Urlaubspublikum sein. Dubai machte den Vorreiter. Warum also sollte es nicht auch dort Hallen-Pisten geben, wo der Wintersport seit mehr als hundert Jahren zuhause ist? Geht es nach den Plänen einer Arbeitsgemeinschaft für Strukturplanung in Nordostbayern im Landkreis Tirschenreuth und nach den Wünschen des Bischofsgrüner Gemeinderats, wird demnächst auch das Fichtelgebirge eine Kunstschneelandschaft unter Dach bekommen, in der das ganze Jahr über Winter herrscht.

„Wenn sich uns diese Chance bietet, werden wir sie beim Schopf packen”, sagte der Bischofsgrüner Bürgermeister Stephan Unglaub (SPD). Die Pläne reifen nun schon seit zwei Jahren. Pate stand der frühere bayerische Innen- und Wirtschaftsminister Gustl Lang. Der 2004 gestorbene CSU-Politiker hatte es sich zum Anliegen gemacht, seiner Heimat in der nördlichen Oberpfalz und dem angrenzenden Oberfranken strukturelle Hilfe zu verschaffen, wo immer es nur ging. Auch die Tirschenreuther Arbeitsgemeinschaft Kommunale Infrastrukturplanung geht auf sein Wirken zurück. In ihr haben sich ehemalige Beamte verschiedener Landesministerien und Unternehmer aus der Region zusammengetan.

In groben Umrissen ist nun auch das Freizeitprojekt einigermaßen gediehen. An die 60 Hektar Grundfläche werden benötigt. Vorgesehen sind unter anderem eine Tennishalle und ein Campingplatz. Kernstück des Schnee- und Freizeitparks soll die 300 Meter lange Skihalle werden, mit einer Abfahrtspiste wie in Neuss und dazu Loipen für Langlauf und Biathlon. „Das wäre besonders für unseren nordischen Skinachwuchs eine wichtige Trainingsstätte”, meinte Unglaub.

Vor allem aber hofft er auf große Anreize für das Fremdenverkehrsgeschäft. Eine Reihe schneearmer Winter hatte dem Wintertourismus zuletzt empfindlich zugesetzt. Erst der Superwinter 2005/2006 brachte die Wende. „Die Lage hat sich stabilisiert bis leicht verbessert”, sagte Unglaub. Neue Beschneiungsanlagen am Ochsenkopf sollen das Geschäft mit den Skifahrern sicherer machen. Der Ganzjahresbetrieb in der Halle könnte zudem jüngeres Publikum auch im Sommer in das hauptsächlich von Senioren und Wanderern mittleren Alters besuchte Mittelgebirge bringen. Außer den bis zu 50 Arbeitsplätzen in und um den Freizeitpark erwartet sich Unglaub positive Auswirkungen auf das Gastgewerbe.

Allerdings gibt es noch keinerlei Klarheit, wer die derzeit geschätzten 24 Millionen Euro aufbringen soll. Die 2000-Einwohner-Gemeinde Bischofsgrün im Kreis Bayreuth wird es jedenfalls nicht sein. Sie spiele nur den Türöffner für die Beschaffung der Grundstücke, meinte Unglaub. Das Konzept sollte in diesem Jahr so weit stehen, dass in einer europaweiten Ausschreibung ein Generalunternehmer und danach eine Betreibergesellschaft gefunden werden können. „Wir gehen jetzt an die Detailplanung”, erklärte Götz Carius von der in Friedenfels im Kreis Tirschenreuth ansässigen Arbeitsgruppe.

Es regt sich aber auch Widerstand gegen die Hallenpläne. Der Bezirksvorstand der Grünen Jugend in Oberfranken glaubt, dass hinter dem Vorhaben große Energieversorger stecken. Der ganzjährige Winter verschlinge enorme Mengen an Strom und Wasser. Die Einheimischen würden die Lust am nicht eben billigen Skivergnügen bald wieder verlieren, mutmaßt die Vorsitzende der Parteinachwuchsorganisation, Anna-Lena Memmel. Es sei pervers, den Schneemangel als Folge des Klimawandels durch zusätzliche Klimakiller abfangen zu wollen. Der Bischofsgrüner Bürgermeister will das Argument „nicht vom Tisch wischen”. Er gehe aber davon aus, dass zur Energieversorgung des Skibetriebs im Sommer- und Winterhalbjahr vor allem Sonnenenergie und Erdwärme und Strom aus erneuerbaren Ressourcen eingesetzt werden. „Das könnte ein echtes Pilotprojekt werden”, meinte er.

Carius weist die Vermutungen der Grünen Jugend zurück. „Wir legen den Bischofsgrünern kein fremdes Ei ins Nest”, sagte er. Die Finanzierung setze sich aus Zuschüssen aus diversen Förderprogrammen, Bankkrediten und einer sogenannten Public Privat Partnership zusammen. Wie hoch die einzelnen Anteile sein werden, könne er gegenwärtig noch nicht sagen. Die Gemeinde Bischofsgrün werde aber nicht belastet.

Wovon Projektplaner in Nordostbayern noch träumen, ist im rheinischen Neuss schon Realität: eine überdachte Skihalle.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – 07.02.2007

Erstellt am Mittwoch, 7. Februar 2007
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