Archiv für März, 2008

GRÜNE JUGEND Oberfranken enttäuscht von Landesbischof Friedrich

Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich hat sich gegen ein angeblich geplantes Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausgesprochen. Die GRÜNE JUGEND Oberfranken kritisiert die Einstellung des Landesbischofs und ist enttäuscht über eine Entscheidung, die die Nächstenliebe nicht fördert.

“Da liegt noch nicht einmal ein fertiger Entwurf für ein Gesetz vor und Landesbischof Friedrich kritisiert schon im vorauseilenden Gehorsam. Wir können nicht nachvollziehen, dass homosexuellen Paaren Kinder verwehrt bleiben sollen. Es ist vielfach dokumentiert, dass es wichtig ist, dass Kinder feste Bezugspersonen haben, jedoch nicht, welchem Geschlecht diese Bezugspersonen angehören. Kinder, die bei allein erziehenden Elternteilen aufwachsen, haben nur eine Bezugsperson. Bei der Freigabe zur Adoption haben die leiblichen Eltern entschieden, dass sie die Verantwortung für ihr Kind nicht übernehmen wollen oder können. Wir denken, dass Kinder auch bei homosexuellen Paaren, die sich mit Liebe um ein Kind sorgen wollen, gut aufgehoben sind”, findet Swantje Fischer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Oberfranken.

“Der Mensch – in diesem Fall das Kind – muss im Zentrum des Adoptionsrechts stehen, nicht überkommene Familienvorstellungen! Darum sprechen wir uns für ein Adoptionsrecht für alle Menschen aus, egal in welcher Beziehungskonstellation sie leben oder welcher Sexualität sie sich zugehörig fühlen. Einzig entscheidend ist doch, ob sie für das Kind sorgen wollen und können!” zitiert Stephan Clemens, Sprecher der GJ Oberfranken, die Beschlusslage der GRÜNEN JUGEND. Die GRÜNE JUGEND hatte auf ihrer Bundesversammlung in Würzburg im November letzten Jahres einen Beschluss zum Thema “gemeinsam frei leben” gefasst und darin weit reichende Forderungen (u.a. nach einen Familienvertrag) gestellt. Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 14. März 2008
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Frisches Grün in zwei oberfränkischen Kreistagen

Bündnis90/Die Grünen sind zufrieden mit dem Ausgang der bayerischen Kommunalwahlen. Die Grünen konnten in fast allen Gemeinderäten zulegen und ihre Anzahl der Mandate insgesamt deutlich erhöhen. Die GRÜNE JUGEND Oberfranken zieht eine eigene Bilanz der Kommunalwahl.

„Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Grünen oberfrankenweit hinzugewinnen konnten, worüber wir sehr glücklich sind. Wir als GRÜNE JUGEND haben uns gefreut, dass jungen Leuten die Möglichkeit gegeben wurde, vorne auf den Listen zu kandidieren. Die Verjüngung der Parlamente nehmen die Grünen ernst. Die Kreistagslisten der Grünen in Forchheim und Lichtenfels führten junge KandidatInnen an und beide wurden auch gewählt. Das ist ein riesiger Erfolg für uns. Die GRÜNE JUGEND hat sich darüber hinaus im Kommunalwahlkampf gut eingebracht und die Grünen unterstützt. Auf den hinteren Plätzen waren ebenfalls Mitglieder der GRÜNEN JUGEND vertreten, die bei den diesjährigen Kommunalwahlen schon ein bisschen Wahlkampfluft schnuppern konnten und vielleicht beim nächsten Mal weiter vorne kandidieren werden“, so Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, der selbst in Bayreuth auf Platz 8 kandidiert hatte und nur einen Platz einbüßen musste.

Swantje Fischer, Sprecherin der GJ Oberfranken und Kandidatin in Lichtenfels, richtet den Blick in die Zukunft: „Interessant wird sein, inwiefern die Grünen es schaffen die neue Landtagsfraktion und die Bezirkstage zu verjüngen, was aufgrund des Wahlverfahrens nicht ganz einfach sein wird. Ziel Nummer 1 ist jedoch die CSU-Mehrheit zu brechen und die Themen in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu stellen, die die CSU sträflich vernachlässigt hat: gerechte Bildungschancen mit wohnortnahen Schulen, biologische Landwirtschaft und eben keine Gentechnik, keine Rolle rückwärts beim NichtraucherInnenschutz und endlich Verkehrsprojekte fördert von denen ganz Bayern profitiert und nicht so ein Milliardengrab Transrapid!“

Erstellt am Montag, 10. März 2008
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