Archiv für Januar, 2008

Obermain Tageblatt: “Zeit für Mitbestimmung”

Wenn es nach Swantje Fischer gehen würden, gäbe es auf den Lichtenfelser Dächern deutlich mehr Sonnenkollektoren, mit einem eigenen „Parlament” würde sich die Jugend Gehör verschaffen und die Landwirte aus den umliegenden Dörfern, die würden ihre biologisch angebauten Lebensmittel selbst vermarkten.

Swantje Fischer ist 21 Jahre alt und auf Platz 2 eine Spitzenkandidatin der Grünen/Bündnis90. Und sie ist ein junge Frau mit Selbstbewusstsein. Das liegt sicherlich auch daran, dass sie die Grüne Jugend Oberfrankens mittlerweile als Sprecherin vertritt und im Landesarbeitskreis „Bildung” schon wichtige Erfahrungen gesammelt hat.
Mit Kritik hält sie nicht zurück. „In der Kommunalpolitik wird in Lichtenfels einfach viel zu sehr an der Jugend vorbei regiert”, meint die Lehramtsstudentin.
Sie wünscht sich deshalb ein Jugendparlament, in dem junge Menschen ihre eigenen Ideen mit einbringen können. „Da sollten sich auch die jungen Mitglieder aller demokratischen Gruppierungen mit einbringen”, meint sie. In Sachen Konzept für Jugendzentrum, müsste sich ihrer Meinung nach einiges ändern. „Wichtig ist, dass sie Jugendlichen gefragt werden, was sie sich von einem Jugendzentrum erhoffen, was ihrer Meinung nach ein Jugendzentrum anbieten soll”, erklärt die 21-Jährige. „Mitbestimmung, das ist einfach wichtig”, sagt Swantje Fischer.
Und erklärt damit auch gleich einmal, warum sie sich selber in der Politik engagiert.
Zu den Grünen hat sie übrigens gefunden, als sie die Parteiprogramme verglichen hat. Das heißt aber nicht, dass sie ihrer eigenen Partei ohne jeder Skepsis gegenüber steht. Kein Wunder: Bei der Parteigründung, da waren die Grünen eine wilde und junge Partei. Heute gilt sie vielen als überaltert. Trotz ihrem guten Listenplatz redet Swantje Fischer nicht lange um den heißen Brei herum. „Auch bei den Grünen kleben viele an ihrem Posten und verhindern so, dass junge und neue Ideen die Partei vorwärts bringen”, meint die 21-Jährige mit Blick hauptsächlich auf Landes- und Bundespolitik.
Was sie sich noch für die Lichtenfelser Jugend wünscht: möglichst viele kostenlose Freizeit- und Sportangebote. Was sie sich von der Jugend wünscht: mehr Engagement für die Politik zu zeigen. Selbstbestimmung heißt schließlich auch Selbstverantwortung.

Quelle: Obermain Tageblatt – 18.01.2008

Erstellt am Samstag, 19. Januar 2008
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GRÜNE JUGEND Oberfranken: “Echte Zukunftschancen sind die beste Gewalt-Prävention”

Die CDU hat auf ihrer Klausurtagung Anfang des Jahres härtere Jugendstrafen gefordert. Ministerpräsident Beckstein unterstützt die Forderung. Nun meldet sich die GRÜNE JUGEND Oberfranken zu Wort und fordert mehr Anstrengungen auf kommunaler Ebene und sieht in den Unionsvorschlägen ein Eingeständnis einer gescheiterten Bildungs- und Integrationspolitik.

“Mit höheren Haftstrafen werden Gewalttaten nicht verhindert. Die Union diskutiert darüber was nach einer Straftat passieren soll. Die Gesetze sind unserer Meinung nach völlig ausreichend. Wir denken eher, dass sowohl CDU als auch CSU auf Länderebene mit ihrer Politik des Aussiebens Menschen ausgrenzt und somit Gewalt provoziert”, so Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken.

“Die CSU setzt auf ein selektives Bildungssystem. In Bayern verlassen ca. 10% der Jugendlichen die Schule ohne irgendeinen Abschluss, bei ausländischen Jugendlichen sind es über 20%. Wenn junge Leute eine Straftat begehen und keinen deutschen Pass besitzen, ist der Schrei nach Abschiebung groß. Wo ist da die Förderung von jungen Menschen? Härtere Strafen bekämpfen doch nicht die Ursache des Problems. Junge Menschen, die eine echte Perspektive in Deutschland haben, werden sich durch eine Straftat nicht ihr Leben verbauen. Die Perspektive verbaut ihnen die CSU mit ihrer selektiven Bildungspolitik und einer Ausweisungspolitik, die nicht auf Integration setzt!”, kritisiert Swantje Fischer, Sprecherin der GJ Oberfranken, die sich als Koordinatorin des Landesarbeitskreis Bildung der GRÜNEN JUGEND Bayern schon länger mit den Nachteilen des selektiven Bildungssystem auseinander setzt.  Fischer tritt bei den Kommunalwahlen für den Stadtrat in Lichtenfels an, Clemens in Bayreuth. Beide möchten sich dort für bessere Zukunftschancen junger Menschen einsetzen. Für benachteiligte Kinder und Jugendliche sollen gezielte Förderangebote geschaffen und für ihre Familien niederschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote in und außerhalb der verschiedenen Bildungseinrichtungen angeboten werden.

Erstellt am Donnerstag, 10. Januar 2008
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