Archiv für November, 2007

GRÜNE JUGEND Oberfranken: “Lichtertechnisches Wettrüsten beenden!”

Jedes Jahr das gleiche Bild in der Vorweihnachtszeit. Hell erleuchtete Straßen und EinzelhändlerInnen, die das Weihnachtsgeschäft wittern. Dazu werden die Schaufenster ins “beste Licht” gerückt. Die GRÜNE JUGEND Oberfranken sieht in den Ausmaßen der Weihnachtsbeleuchtung eine Energieverschwendung, ein Wettrüsten und eine unnötige Geldverschwendung.

“Die Lichtergirlanden sind völlig übertrieben. Alle 5 Meter hängen die teilweise die ganze Straße zu und lassen den Blick auf den Sternenhimmel nicht mehr zu. Und wozu das Ganze? Nur damit die vermeintliche Weihnachtsstimmung am besten schon Ende November aufkommt. Dadurch werden in der Weihnachtszeit tausende Kilowattstunden Strom verschwendet. Wir würden uns wünschen, dass auch im Winter sparsam mit Energie umgegangen wird. Weihnachtsbeleuchtung ist dabei das krasse Gegenteil. Das lichtertechnische Wettrüsten nimmt teilweise extreme Ausmaße an. Viele Leute denken, dass ihr Fenster beleuchtet sein muss. Ich frage mich, ob diese Leute völlig verblendet sind. Ich fordere alle Menschen und die Kommunen auf ein deutliches Signal in Richtung Energieeinsparung zu setzen und auf Weihnachtsbeleutung zu verzichten. Dabei könnten erhebliche Kosten eingespart werden”, erklärt Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, die Vorteile des Lichterverzichts.

Die GRÜNE JUGEND hat zu der Thematik “Lichtverschmutzung” schon auf ihrem Bundeskongress im Mai einen Beschluss gefasst, der darauf hin zielt, dass die nächtliche Beleuchtung von Geschäften, sonstigen Bauwerken nach 1 Uhr eingestellt wird und Kommunen auffordert eine effizientere Straßenbeleutung vorzunehmen, auch um die Tierwelt nicht all zu sehr zu beeiträchtigen. Anna-Lena Memmel, Sprecherin der GJ Oberfranken, ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf: “Lassen sie uns gemeinsam das Weihnachtsgeschäft der EnergieversorgerInnen vermiesen, indem sie die Beleuchtung der Fenster unterlassen und kein Geld für Lichterketten ausgeben, sondern für sinnvolle Dinge!” Die Forderungen der Junggrünen gegen Lichtverschmutzung sind nicht völlig aus der Luft gegriffen. Slowenien hat im August 2007 als erstes Land in der EU ein Gesetz gegen “Lichtersmog” erlassen. Auch das bayerische Landesamt für Umwelt gibt Tipps zur Vermeidung von Lichtverschmutzung.

Beschluss der GRÜNEN JUGEND zur Lichtverschmutzung:
http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/beschluesse/337169.html

Slowenien bekämpft “Lichtsmog”
http://derstandard.at/?url=/?id=3022953

Erstellt am Mittwoch, 28. November 2007
Kategorie: Bezirksverband, Pressemitteilungen | Kommentieren »

GRÜNE JUGEND in BAMBERG startet durch

Im Juni haben Angela Flügel, Isabel Schmuck, Mareike Reichl und Svenja Fluhrer (alle zwischen 13 und 14 Jahren) die “Grüne Jugend Bamberg” wieder zu neuem Leben erweckt – die gaz hat sie interviewt.

gaz: Wie kam es dazu, dass ihr Vier wieder frischen Wind in die GJB gebracht habt?

GJB: Wir haben zuvor schon Schulpolitik betrieben, hatten auch alle Wahlfach “Politik”. Der Folgeschritt darauf war, sich nun auch parteipolitisch zu engagieren, da man so seine Meinung auch besser öffentlich vertreten kann. Außerdem hat man hier ein breiteres Feld und wir bleiben nicht bei der Schulpolitik stehen. Die Grünen stehen uns mit ihren Inhalten am nächsten.

gaz: Oft ist gerade unter Jugendlichen Politik vollkommen out und als furchtbar langweilig verschrien. Inwiefern seht ihr das anders?

GJB: Ganz einfach, weil wir etwas verändern wollen, da wir mit den jetzigen Zuständen unzufrieden sind. Als konkretes Beispiel ließe sich an dieser Stelle das G8-Schulsystem nennen.

Wir wollen mehr mitbestimmen. Demokratie ist eine Bürgerpflicht.

gaz: Euer politisches Leitbild in kurzen Worten.

GJB: Sehr wichtig ist uns natürlich die Schulpolitik, weil sie eben in unserem persönlichen Umfeld eine sehr große Rolle spielt. Wir wünschen uns mehr Demokratie in der Schule, mehr Mitbestimmung, andere Unterrichtsformen, sprich weniger Frontalunterricht, mehr Zeit zum Lernen, individuelle Förderung durch kleinere Klassen. Außerdem wünschen wir uns Gesamt- und Ganztagsschulen, natürlich nur Hand in Hand mit einem neuen Schulsystem.

gaz: Konkrete Aktionen?

GJB: Zunächst wollen wir z.B. an Ständen in der Stadt und bei Veranstaltungen präsent sein und aufklären. Wir wollen viel diskutieren und informieren und Leute animieren, sich selbst einzubringen.

Konkret würden wir zum Beispiel gerne Ökopapier-Hefte in der Schule verkaufen. Wir wollen es aber erstmal langsam angehen lassen, damit auch die neuen Mitglieder noch an den Entscheidungen und Planungen mitwirken können. Ohne uns haben wir mittlerweile schon 7 Leute, die auf jeden Fall mitmachen wollen!

gaz: Wie steht es um den Kontakt und die Zusammenarbeit mit “Alt-Grün”?

GJB: Das klappt sehr gut, wir waren schon bei mehreren Festen und Ständen. Außerdem haben wir den Schlüssel zum KV-Büro bekommen, so dass wir diese Räumlichkeiten für unsere Treffen nutzen können. Wir fühlen uns gut unterstützt.

gaz: Was möchtet ihr den potentiellen Neumitgliedern auf den Weg geben, die dieses Interview gelesen haben?

GJB: Politik geht jeden an. Jeder sollte sich informieren und engagieren. Wir sind schließlich Bayerns Zukunft. Wenn wir nichts daraus machen, wer sonst? Jeder soll seinen Weg gehen und sich nicht sagen lassen, dass er für irgendetwas zu jung wäre.
Doro führte dieses Interview für die GAZ (No 70)

Erstellt am Mittwoch, 7. November 2007
Kategorie: Bamberg, Kreisverbände | Kommentieren »