Archiv für Oktober, 2007

Neue Presse Coburg: „Der Stadt Konzepte geben“

Von Mathias H. Walther

Fotografin/Quelle: Gerda Völk

Lichtenfels – Der Reigen ist komplett. Mit Bernhard Christoph steht der vierte Bewerber für den Chefsessel des Lichtenfelser Rathauses nun auch offiziell fest.

Lichtenfels – Der Reigen ist komplett. Mit Bernhard Christoph steht der vierte Bewerber für den Chefsessel des Lichtenfelser Rathauses nun auch offiziell fest. Die Bündnisgrünen haben damit am Montagabend in Mistelfeld einstimmig bestätigt, was die Spatzen seit geraumer Zeit von den Dächern der Korbstadt zwitscherten. Der 52-jährige Bauingenieur wirft den Hut in den Ring, „weil Lichtenfels es verdient hat, für sein höchstes Amt eine echte Auswahl zu haben“.

Doch damit nicht genug. Die Grünen, obwohl im Landkreis eher ein überschaubarer Zusammenschluss Gleichgesinnter, präsentieren sowohl für den neu zu wählenden Kreistag als auch für den Lichtenfelser Stadtrat Kandidatenlisten, die sich sehen lassen können. Auf diesen sind alle Altersgruppen – von altgedienten „Moosgrünen“ bis hin zu jugendlich „Hellgrünen“ – ebenso vertreten wie die unterschiedlichsten Berufe, Parteimitglieder ebenso wie Parteilose.

Man habe es eben nicht nötig, „die jungen Leute in einer zusätzlichen ‚Tarnliste‘ zu verstecken“, meinte Kreisverbandssprecherin Beate Leidnecker-Schneidawind in ihrer Begrüßungsansprache. Das war dann aber auch schon der einzige, von einem Augenzwinkern begleitete, Seitenhieb auf den politischen Gegner. Ansonsten übten sich die Spitzenkandidaten in Zurückhaltung und konzentrierten sich auf kommunale Sachthemen.

Bevor Bernhard Christoph seine Kernthemen darlegte, war es an den Spitzenkandidaten, sich den Anwesenden zu präsentieren. Den Auftakt machten die 20-jährige Studentin Swantje Fischer (Lichtenfels) und der parteilose Harald Schramm (44) aus Kösten, die nach Christoph die Plätze zwei und drei auf der Stadtratsliste der Bündnisgrünen einnehmen. Dass sie trotz ihres jugendlichen Alters beileibe nicht „grün hinter den Ohren“ ist, machte Fischer deutlich, die sich im Falle ihrer Wahl naturgemäß der Schul- und Jugendpolitik widmen will. Und Schramm, seit 2002 Ortssprecher für Kösten und Schönsreuth, sieht die Verkehrsplanung und die Stadtteile („Ein Dorf muss Dorf bleiben dürfen“) als seine Domäne.

Jugendlich geben sich die Grünen auch bei der Wahl zum Kreistag. Ihr Spitzenkandidat Valentin Motschmann aus Schönbrunn ist gerade mal 20 Jahre alt. Da ist der zweite im Bunde ein altgedienter Haudegen in Sachen grünen Gedankengutes: Dietmar Gross ist 57 Jahre alt und als Forstdirektor, der zwölf Jahre lang das Forstamt Lichtenfels leitete, im Landkreis kein Unbekannter.

Das gilt freilich auch für den Bürgermeisterkandidaten Bernhard Christoph. Der ist seit elf Jahren im Stadtrat von Lichtenfels, ist überzeugt, das Amt des Rathauschefs ausfüllen zu können, und hat konkrete Vorstellungen davon, was in der Kreisstadt getan werden kann und muss.

Christoph: „Lichtenfels soll eine richtige Stadt und die Stadtverwaltung soll zum Dienstleister am Bürger werden.“ Ziele für die Tourismusförderung seien zu definieren, ebenso die Kernaufgaben der Stadt. Und, die Stadt müsse gewappnet sein, die Veränderungen im Umfeld erfolgreich zu bewältigen. Das gelte für das Verkehrsaufkommen – etwa durch die neue A 73 – ebenso wie für die Bevölkerungsentwicklung oder die Auswirkungen der Klimaänderung (Stichwort: Hochwasser).

„Und“, sagt er, „ich will die Potenziale der Bürgerschaft für die Stadt nutzen. Vor allem die der Leistungsträger in Kultur, Gewerbe, Handel und Produktion sowie bei den Vereinen. Die Bürgerschaft soll für ihre Stadt gefordert sein.“ Seine Konzepte für „eine anspruchsvolle Stadt Lichtenfels“ will er in den Monaten bis zur Wahl den Bürgern detailliert vorstellen.

Quelle: Neue Presse Coburg – 17.10.07

Erstellt am Mittwoch, 17. Oktober 2007
Kategorie: Bezirksverband, Pressespiegel | Kommentieren »

Aktion zur Fairen Woche in Coburg

„Hey cool, da gibt’s gratis Schokoriegel!“ – „Nein, Stopp, dafür müsst ihr schon was wissen!“

So oder ähnlich der erste kurze Wortwechsel – und ein paar Sekunden später war der Infostand der Grünen Jugend Coburg umringt von schnatternden SchülerInnen, aufgeregten Kleinkindern oder ratlosen Dreinschauenden in den besten Jahren. Das Quiz der Grünen Jugend Coburg zum Fairen Handel war alles andere als einfach, aber mit ein bisschen Nachhilfe, ein paar Erläuterungen oder einem kurzen Nachschlagen im Infobroschüren-Dschungel schafften es die meisten, einen heiß begehrten Schokoriegel zu ergattern. Nicht selten kam es vor, dass wir mit unserer Aufklärungsarbeit, was der Faire Handel überhaupt ist und wem er hilft, ganz von vorne anfangen mussten. Am Ende stimmten aber alle (bis auf einen besonders renitenten älteren Herren, der meinte, er habe seinen Soll vollbracht, jetzt sei unsere Generation an der Reihe) mit uns überein: Fairer Handel ist ein Muss, denn nur so kann Ausbeutung und Ausnutzung verhindert werden. Einige der PassantInnen versicherten uns aber, schon seit längerem fair gehandelte Produkte zu kaufen und so konnten wir mit ein paar nützlichen Einkaufstipps in der Umgebung weiterhelfen. Auch die Broschüren von Transfair und von Frithjof Schmidt (MdEP) wurden gerne mitgenommen. Kein Erfolg für die schlanke Linie, sondern einer auf der ganzen Linie!

Erstellt am Montag, 1. Oktober 2007
Kategorie: Coburg, Kreisverbände | Kommentieren »