Archiv für Mai, 2007

Coburger Tageblatt: Grüne Jugend fordert soziale Einheit

Coburg – Das Motto des Pfingstkongresses des Coburger Convents (CC) lautete „Einheit aktiv gestalten“. Dazu hat sich jetzt die „Grüne Jugend Coburg“ zu Wort gemeldet. Deren Sprecherinnen Victoria Schuller und Laura Appeltshauser forderten vom CC, sich für eine „soziale Einheit“ einzusetzen.

„Sicherlich gibt es noch ein Ost- und West-Denken in den Köpfen der Leute, und es ist wichtig, dies zu überwinden. Die wahre Spaltung in der deutschen Gesellschaft verläuft allerdings nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen Arm und Reich“, heißt es in der Erklärung.

Der CC gehe in seinem „Handbuch“davon aus, dass „der Mensch bei den heute vorhandenen sozialen Verhältnissen und der Möglichkeit zu umfassender Bildung so unabhängig von äußeren Verhältnissen sein oder werden kann, dass ihm eine Selbstbestimmung in hohem Maße möglich ist…“. Angesichts des Berichts des UN-Sonderberichterstatters Vernor Munoz über das deutsche Bildungssystems hält die „Grüne Jugend“ diese Sicht der Dinge für falsch: „Breite gesellschaftliche Schichten sind von einem gerechten Zugang zu Bildung und Information ausgeschlossen. Anstatt die nationale Einheit heraufzubeschwören, sollte sich der CC für eine soziale Einheit einsetzen“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Eine eindeutige Absage an überholtes Elite-Denken und ein konsequenter Einsatz für Chancengleichheit und gegen Studiengebühren“ stünden an erster Stelle.

Quelle: Coburger Tageblatt – 30.05.2007:

Erstellt am Mittwoch, 30. Mai 2007
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Heiße Etappen

Bei der Bamberger Aktion fanden sich ein paar freiwillige Gipfelstürmerinnen der etwas anderen Art…

Bei sengender Hitze haben wir nun auch die sechste Etappe der Grünen Gipfeltour in Bamberg erfolgreich geschafft. Als Zwischenbilanz kann man wohl sagen: Die richtigen Themen zur richtigen Zeit!

Von Magdeburg über Erfurt, Leipzig, Dresden und Erlangen bis nach Bamberg haben wir überall massenweise Infomaterial zu G8 und Klimaschutz unter die Leute gebracht und sicher einige zum Nachdenken gebracht: „Soll ich nicht doch noch nach Rostock fahren?“ Weiterlesen »

Erstellt am Sonntag, 27. Mai 2007
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Mitmenschlichkeit anstelle von Rassismus

Am 26. Mai ist der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus. Die GRÜNE JUGEND Oberfranken fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf Rassismus immer als solchen zu benennen und somit Zivilcourage zu zeigen.

“Wir lehnen Rassismus in jeder Form ab. Offene Hetze gegen Ausländerinnen und Ausländer gibt es leider noch immer. Wenn so etwas passiert, dann schauen oft einige Leute nicht hin. Hier wäre aber beherztes Eingreifen angebracht. Rassistisches Denken wird aber auch unterschwellig in vermeintlichen Witzen transportiert.  Hier heißt es ebenso: Rassismus benennen und die Witzbolde zur Rede stellen”, fordert Anna-Lena Memmel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, anlässlich des  Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus. Das Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wurde von der GRÜNEN JUGEND im September 2006 in eine Broschüre umgesetzt. Seit 1990 hat die Amadeu Antonio Stiftung 136 rassistische und rechtsextreme Morde dokumentiert. Die rechtsextremen Gewaltdelikte steigen Jahr für Jahr, dies belegt auch der jüngst vorgestellte Verfassungsbericht 2006, demnach ist bei Gewaltdelikten von rechtsextremer Seite ein Zuwachs von 9,3 % zu verzeichnen. Der GRÜNE JUGEND Oberfranken ist bei vielen Nazi-Gegenveranstaltungen vor Ort, um mit kreativen Aktionen Flagge gegen rassistische Meinungen und menschenverachtendes Gedankengut zu zeigen.

“Wir setzen uns aktiv für Demokratie, kulturelle Vielfalt und Gleichberechtigung aller Menschen ein. Rassismus und Gewalt dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz bekommen, deshalb sind wir immer wieder gegen Nazis aktiv. Es ist geradezu zynisch, dass am Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus in Oberfranken ein Rechtsrock-Konzert stattfinden sollte. Wir sorgen uns vor allem um die jüngeren Menschen, die mit Schulhof-CD und dumpfen Parolen gelockt werden sollen. Wir wollen Mitmenschlichkeit anstelle von Rassismus und dazu können alle ein Stück beitragen”, appelliert Stephan Clemens, Sprecher der GJ Oberfranken, eindringlich.

Foto:  GRÜNE JUGEND Main-Tauber

Erstellt am Freitag, 25. Mai 2007
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Tempolimit 100 ist nicht radikal, sondern konsequent

Halle – Die GRÜNE JUGEND veranstaltete am vergangenen Wochenende ihren Bundeskongress (BuKo) unter dem Thema “Eine Welt – Ein Klima”. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen diskutierten die fast 300 angereisten Mitglieder in workshops und beschlossen den Leitantrag mit Forderungen, wie innerdeutschem Flugverbot und Tempolimit 100 km/h auf Autobahnen.

“Der Bundeskongress findet zwei Mal im Jahr statt und ist für alle Mitglieder der GRÜNEN JUGEND offen. Wir haben kein Delegiertinnen- und Delgiertensystem. Inhaltlich setzen wir uns jedes Mal mit einem anderen Thema auseinander. Dieser Bundeskongress stand ganz im Zeichen des Klimawandels”, erklärt Stephan Clemens, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberfranken, den Ablauf der Kongresse, “Hermann Ott vom Wuppertal-Institut hat in seinem workshop sehr deutlich gemacht, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, etwas zu unternehmen, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Entweder handeln wir jetzt oder einige werden den Klimawandel mit dem Leben bezahlen. Deshalb erachte ich die beschlossenen Forderungen nicht als radikal, sondern als konsequent!”

Die GRÜNE JUGEND verabschiedete in ihrem Leitantrag Forderungen nach einem innerdeutsches Flugverbot, einem Neubauverbot von Kohlekraftwerken, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung bis zum Jahr 2040 auf 80% zu erhöhen, ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 70 km/h auf Landstraßen, sowie 30 km/h in Ortschaften. Das Verkehrskonzept soll nach Ansicht des Jugendverbands von B90/GRÜNE komplett neu gestaltet werden, so sollen der ÖPNV kostenlos und damit der motorisierter Individualverkehr unnötig gemacht werden. Die Bundesvorsitzenden der GRÜNEN, Claudia Roth und Reinhard Bütikofer, betonten auf dem Bundeskongress, dass jetzt die Chance für einen fundamentalen Wandel in der Klimapolitik bestehe und diese beim G8-Gipfel nicht verpasst werden dürfe.

Erstellt am Dienstag, 22. Mai 2007
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GRÜNE JUGEND Oberfranken aktiv am Markt der Möglichkeiten

Oberfränkisches Jugendbündnis gegen Rechtsextremismus in Planung – Am 05. Mai 2007 hatte das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum in Bad Alexandersbad zum „Markt der Möglichkeiten“, einer Informationsveranstaltung gegen Rechtsextremismus eingeladen.

Die GRÜNE JUGEND Oberfranken informierte zusammen mit CARA, dem Coburger Aktionsbündnis gegen Rechtsextremistische Aktivitäten, an einem gemeinsamen Informationsstand über Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und die für die rechte Szene typische Mode. Die anderen MarktteilnehmerInnen nahmen unsere Informationen gerne an. Weiterlesen »

Erstellt am Dienstag, 8. Mai 2007
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Schritt für Schritt – klimafit

(Beschluss der Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Oberfranken am 21.04.2007 in Bamberg)

Alle reden vom Klimawandel, aber wirklich unternommen wird viel zu wenig.

Die GRÜNE JUGEND Oberfranken fordert alle Menschen auf, bei sich selbst anzufangen! Hier ist die Politik der kleinen Schritte angebracht:

Schritt für Schritt – klimafit!

  • Auf Ökostrom wechseln!
  • Nutze Energiesparlampen statt normaler Glühbirnen!
  • Immer das Licht ausschalten, wenn Du aus dem Zimmer gehst!
  • Benutze den Energiesparmodus am PC-Monitor!
  • Fernseher und sonstige elektronische Geräte nicht auf Stand-By, sondern komplett ausschalten!
  • Wenn Du heißes Wasser brauchst, dann den Wasserkocher benutzen!
  • Beim Kochen immer den Deckel auf den Topf!
  • Besser kurz duschen als baden!
  • Den Wasserhahn nicht unnötig laufen lassen!
  • Immer deinen Müll trennen!
  • Mehrwegverpackungen kaufen, also keine Dosen mehr!
  • Regionale Produkte kaufen, weil die durch kürzere Lieferwege meist umweltfreundlicher sind!
  • Öfter mal Fahrrad fahren oder laufen!
  • Bus und Bahn fahren anstatt das Auto zu benutzen!
  • Verkürz’ die Nahrungskette – mehr pflanzliche Produkte essen: Die tierische Produktion trägt durch CO2-Emissionen und Methan wesentlich zum Treibhauseffekt bei!
  • Nicht zu viel heizen, zieh’ einfach einen Pullover an!
  • Stoßlüften statt Dauerlüften!

Erstellt am Mittwoch, 2. Mai 2007
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